33 Tote bei Amoklauf an US-Universität

Bloged in Nachrichten von admin Montag April 23, 2007

Am frühen Montagmorgen ist es in Blacksburg/Virginia zum blutigsten Amoklauf in der Geschichte der USA gekommen. Gegen 7.30 Uhr Ortszeit ist ein junger Mann nacheinander in mehrere Seminarräume der ortsansässigen Technischen Hochschule eingedrungen und hat dort wahllos Studenten und Lehrkräfte niedergeschossen.

Nach Augenzeugenberichten seien panisch fliehende Menschen aus Fenstern gesprungen, um sich zu retten. Offenbar hatte der Täter zuvor zwei Fluchtwege aus dem Gebäude mit Ketten versperrt. Bei Ankunft der Polizei auf dem Universitätsgelände richtete sich der Mann, der mit zwei Pistolen bewaffnet war, durch einen Kopfschuss selbst. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich bislang auf 33. Mindestens drei weitere schwer verletzte Personen schweben weiterhin in Lebensgefahr.

Inzwischen liegen den Ermittlungsbehörden wohl verlässliche Anhaltspunkte bezüglich der Identität des Todesschützen vor, obwohl die massiven Gesichtsverletzungen dessen Identifikation zunächst erschwert hätten. Nach Aussagen eines Augenzeugen im taiwanesischen TV-Sender CTI könnte es sich bei dem Täter um einen Studenten aus China handeln. Laut Angaben der Chicago Sun Times hätte die Polizei Hinweise darauf, dass der Mann ein 24jähriger sei, dessen Visum in Shanghai ausgestellt worden ist.

Bezüglich des Tathintergrunds herrscht nach wie vor Unklarheit. Ein terroristisches Motiv schloss das FBI jedoch aus. Allerdings prüften die Ermittlungsbehörden, ob eine zweite Person an der Tat beteiligt gewesen sein könnte. Vor dem Amoklauf kamen in einem Wohnheim der Universität bereits eine junge Frau und ein junger Mann durch Schüsse ums Leben. Unbestätigten Berichten zufolge soll es sich bei der Frau um die Freundin des Täters gehandelt haben. Allerdings wollte die Polizei bislang noch keinen direkten Bezug zur Haupttat herstellen.

Unterdessen wird harsche Kritik am Krisenmanagement der Universitätsverwaltung laut. Diese habe Personal und Studenten mehrere Stunden lang im Unklaren über das Geschehen gelassen und das Hochschulgelände nicht abgeriegelt.

Acht Jahre nach dem Blutbad an der Columbine High School in Littleton/Colorado bildet das Massaker von Blacksburg den traurigen Höhepunkt in einer Reihe ähnlicher Verbrechen. Unterdessen sprach Präsident Bush den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Über eine Sprecherin ließ er verlauten, er sähe indes keinen Grund, die Unantastbarkeit des freien Waffenbesitzes in Frage zu stellen.

Quellen:

msn
http://news.de.msn.com/Article.aspx?cp-documentid=4697174&ocid=nipslide1

Süddeutsche Zeitung
http://www.sueddeutsche.de/,tt1m9/panorama/artikel/279/110169/

FAZ
http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~ED643D48772774E8FAC8766CD497D38B8~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

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