Apples iPod scheinbar resistent gegen die Konkurrenz
Wer hierzulande vor einigen Jahren das derzeitige Revival der Marke Apple und deren Produkte prophezeit hätte, er hätte von Branchenkennern und selbst von eigefleischten Mac-Fans nur ein geringschätziges Lächeln geerntet. Satte einhundert Millionen verkaufte iPods und damit 75 Prozent Marktanteil bei den MP3-Playern sprechen eine eigene Sprache, und obwohl die Konkurrenz alles andere als schläft und viel Geld in die Entwicklung vergleichbarer Produkte steckt, ist aus deren Sicht einfach kein Kraut gewachsen gegen die Marktübermacht des iPod.
Sogar der Branchenriese Microsoft beißt sich die Zähne aus - der Zune verstaubt in den amerikanischen Regalen. Woran liegt’s? Apple’s Konzept für den iPod ist so einfach wie genial: Das stimmige Gesamtkonzept aus iPod und iTunes mit einfacher Benutzerführung einerseits und die besondere Betonung des Apple-typischen Designs andererseits. Auf technische Besonderheiten wird weitgehend verzichtet. Dabei kam Apple zu Gute, dass die Firma zwar ein Zwerg im Bezug auf den Marktanteil ist, aber der Bekanntheitsgrad und vor allem der Ruf der Firma durchweg recht gut ist.
Qualität und Design spielten bei Apple schon eine Rolle, als PCs noch ausschließlich graue hässliche Kisten waren. Auch Apple gibt zu , dass dieser Halo-Effekt der Marke dem Start des iPod stark half. Die Synergien helfen sogar beim Absatz des Mac, dessen Marktanteil an Computern weltweit leicht von 2,2 auf 2,5 Prozent stieg. Während die Technik des iPod nur behutsam erneuert wird, bleibt der iPod designmäßig stets auf der Höhe - die neue Version des Basismodells iPod Shuffle und des nächsthöheren Modells iPod Nano sind ihrer Konkurrenz wieder weit voraus.
Quellen:
http://money.de.msn.com/aktien/indizes_artikel.aspx?cp-documentid=805324
http://www.macobserver.com/article/2005/07/27.3.shtml