Bischof Mixa kritisiert Vorstoß von der Leyens

Bloged in Nachrichten von admin Samstag Februar 24, 2007

Berlin, 23. Februar. Ungewohnt deutliche Kritik mußte der augsburger Bischof Mixa für seine Kritik gegen den Vorschlag der Familienministerin von der Leyen hinnehmen. Vetreter von CDU und SPD wiesen seinen Vorwurf gleichermaßen zurück, ein Ausbau der Krippenplätze degradiere Frauen zu Gebärmaschinen. Erschrocken zeigte sich die Vorsitzende der Frauen-Union Ursula Böhmer im ARD-Morgenmagazin. Polemik helfe niemandem, und die Zeit sei endgültig vorbei, in der man Frauen ein schlechtes Gewissen einreden könne.

ZdK-Präsident Hans Joachim Meyer konnte den Zorn des Bischofs ebensowenig nachvollziehen. Er distanzierte sich von dem Anfriff Mixas mit der Begründung, viele Frauen wollten Familie und Beruf miteinander vereinbaren. Daher müsse es Angebote für die Kinderbetreuung geben. Eine Reaktion der kritisierten Familienministerin von der Leyen auf die Kritik Mixas wurde nicht bekannt. Der SPD-Generalsekretär Heil lobte dagegen den geplanten Ausbau der Kindergartenplätze, der SPD-Politik sei. Von Seiten der CSU lobte der Parteivorsitzende Erwin Huber einerseits die Schaffung zusätzlicher Krippenplätze, sprach sich andererseits jedoch auch für eine stärkere Anrechnung der Erziehungszeiten im Rentenrecht aus. Die Integrationsbeauftrage im Kanzleramt Böhmer forderte ein Pflichtvorschuljahr im Kindergarten und ging damit sogar über den Vorstoß von der Leyens hinaus. Bis zu 45 Prozent der Schulanfänger in Berlin könnten kein Deutsch, dies sei ein Alarmzeichen. Das dritte Kindergartenjahr müßte deswegen beitragsfrei gestellt werden.
Zusätzliche

Quelle:

FAZ vom 23.02.2007

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.

15 queries. 0.060 seconds.
Impressum
Powered by Wordpress
theme by evil.bert