Deutschland: Abwanderungszahlen auf einem Rekordhoch
Deutschland liegt vorn, allerdingd fragwürdig. Die Abwanderungszahlen sind so hoch wie noch nie, immer mehr fähige Akademiker wandern aus und suchen in anderen Ländern ihr Glück. Die DIHK (Deutsche Industrie- und Handelskammer) warnt vor den neuesten Entwicklungen, dem Abwanderungstrend.
Gerade bei jungen Deutschen ist dieser Trend offensichtlich, im letzten Jahr lag die Zahl der Abwanderer bei 145.000 Menschen und mehr als die Hälfte dieser liegen im Altersdurchschnitt unter 35 Jahren. Viele von diesen sind äußerst qualifiziert und haben einen akademischen Abschluß. Diese Massenabwanderung hat schon einen Namen bekommen, der dieses Phänomen beschreibt: brain drain.
Deutschland wirkt einfach nicht mehr attraktiv auf diese Menschen, Gründe hierfür sind die hohen Steuern, die ebenso hohen Sozialabgaben, mangelhafte Bildungsmöglichkeiten und ein schwer zugänglicher Arbeitsmarkt. Deutschland als Berufsstandort ist ebenso unattraktiv geworden wie Deutschland als Heimat. Aus diesem Grunden zieht es viele Menschen in andere Ländern, wo sie bessere Bedinungen vorfinden.
Gerade Akademiker bleiben im Ausland, bevorzugt in den USA. Deutschland ist ihnen zu bürokratisch und die Bezahlung ist oft zu schlecht. Die Abwanderungsquote beträgt derzeit 14 Prozent, Tendenz allerdings steigend. Studiengänge wie Chemie, Biologie und Physik verzeichnen Rückgänge bei den Absolventenzahlen.
Experten schlagen vor, diese Strukturprobleme unbedingt anzugehen. Deutschland soll als Standort wieder in Frage kommen für qualifizierte Arbeitskräfte, die Bedingungen müssen sich verbessern, das Jobangebot und auch der Arbeitsmarkt. Gerade gut ausgebildete Ausländer sollen nach Deutschland kommen wollen um hier ihre Arbeitskraft und ihre innovativen Ideen zur Verfügung zu stellen.
Die GSO (German Scholar Organisation) will dem entgegenwirken. Über ihre Internetseite können sich deutsche Wissenschaftler in den USA kennen lernen und auch Kontakte zu deutschen Unternehmen können so geknüpft werden, was ganz im Sinne der GSO liegt. Sollten es sich diese Wissenschaftler überlegen und wieder nach Deutschland ziehen, dann werden ihnen hier auch Seminare angeboten, damit sie sich wieder mit dem deutschen Arbeitsmarkt und den Gepflogenheiten anfreunden können.
Quellen:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6030612,00.html
http://focus.msn.de/jobs/karriere/arbeiten-im-ausland_nid_37893.html