Deutschland: Ermittlungen gegen verdächtige Soldaten nach Totenschändung

Bloged in Nachrichten von admin Montag Oktober 30, 2006

Wo bleibt da der Respekt vor den Toten fragten sich Viele, als vor einigen Tagen Fotos an die Öffentlichkeit gerieten, auf denen man deutsche Soldaten sieht, die mit Totenschädeln posieren und teilweise obszöne Gesten zeigen.Nun scheint sich der Skandal auszuweiten und die deutsche Bevölkerung ist schockiert angesichts immer neuer Tatsachen, Fotos und Berichte, die veröffentlicht werden. Es sind weitere Fotos aufgetaucht, auf denen deutsche Soldaten mit Skelettteilen posieren.

Jetzt werden die ersten Konsequenzen deutlich. Kürzlich wurden zwei Soldaten der Bundeswehr vom Dienst suspendiert und weitere Schritte sollen folgen, teilte der Verteidigungsminister Franz Josef Jung in Berlin mit. Vorher sind bereits vier weitere Soldaten entlassen worden und gegen drei weitere laufen aktuell noch Ermittlungen, da neue Skandalfotos aus späteren Jahren bekannt wurden. Sicher ist, dass zivil weiter gegen die Angeklagten ermittelt wird, um die Tatbestände zu klären. Durch die Bundeswehr wird jetzt ein Inspektor damit beauftragt, die Strukturen der Bundeswehr zu prüfen, denn solche ein Verhalten sie nicht zu tolerieren und auch der Tatbestand der Mitwisserschaft wird von Seiten der Bundeswehr geprüft. Hier verweist Jung besonders auf die Vorgesetzten, die solch ein Verhalten auf keinen Fall hinnehmen dürften.

Von einigen Soldaten, die sich zu Wort gemeldet haben, weiß man, dass solche Fotos durchaus nicht unüblich waren. Es heißt, die betreffenden Fotos „haben die Runde gemacht“ und auch die Plätze, an denen Soldaten solche Fotos machen konnten, seien allgemein bekannt gewesen. Hier sei ein Zwang entstanden, mitzumachen, da sich sehr viele Soldaten an solch einem Posieren mit Skelettteilen beteiligt hätten.

Der deutsche Verteidigungsminister warnt davor, alle Soldaten im Auslandseinsatz zu verurteilen, denn es handele sich bei diesem Skandal um eine Ausnahme. Er hoffe außerdem, dass die Soldaten, die sich zu Zeit in Afghanistan befinden, nicht in Gefahr raten würden.

Angesichts der bekannt gewordenen schockierenden Tatsachen fragt sich die Bevölkerung, welche Ausmaße dieser Skandal noch erreichen wird.

 

Quellen:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6032964_NAV_REF1,00.html
http://www.n24.de/politik/article.php?articleId=79010&teaserId=79302

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