Dramatischer Schwund der Wälder weltweit
In nur 15 Jahren - von 1990 bis 2005 - sind auf der Welt Wälder von der dreifachen Größe Deutschlands gerodet worden. Dies wurde bekannt, als die Landwirtschaftsorganisation der Uno , die FAO, ihren diesjährigen Waldbericht veröffentlichte. Dabei ist in den reichen Nationen Europas und Nordamerikas, aber auch in Staaten wie China und Indien, sogar eine Zunahme der Waldfläche zu vermelden.
Diese kann aber die dramatischen Verluste in Afrika und Lateinamerika nicht wettmachen. Allein in Afrika verschwanden im untersuchten Zeitraum neun Prozent der Wälder. Es ist absehbar, dass der weltweite Klimawandel die Entwicklung in Zukunft noch verschärfen wird. So geht der globale Temperatureinstieg mit einer erhöhten Waldbrandgefahr, aber auch mit der Ausbreitung von Schädlingen einher. Ebenfalls Anlass zur Sorge bereitet die Verbreitung von Monokulturen in Ländern wie Deutschland. Auch wenn hier die Bilanz in Bezug auf die Fläche positiv ist, kann der gesunde Mischwald in seiner Funktion für Umwelt und Klima nicht durch in wenigen Jahren aufgeforstete Fichten ersetzt werden. Hier stehen sich Interessen von Umweltschützern und Agrarlobbyisten gegenüber. Angesichts des rasanten Waldsterbens - pro Jahr gehen laut UNO - Bericht 0,2 Prozent der weltweiten Waldfläche von vier Milliarden Hektar verloren - rief nun auch Bundespräsident Horst Köhler zu einem verantwortlichen Umgang mit der Ressource Holz auf. Während eines Besuchs in Brasilien kritisierte er Verbraucher in den westlichen Länder, die billige Preise für Möbel nicht hinterfragten. Dabei habe die Schädigung des Regenwaldes Konsequenzen für die gesamte Welt.
Quellen: - Weltweit schwinden die Wälder (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6510666_TYP6_THE_NAV_REF3_BAB,00.html)
- Wälder von dreifacher Größe Deutschlands verschwunden (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,471559,00.html)