Ex-KGB Spion Litwenko verstirbt nach Giftattentat
Ist Russland Schuld am Tod des ehemaligen Spions Alexander Litwinenko? Nachdem der dieser in der Nacht zum Freitag verstorben war, wurde nun ein Abschiedsbrief verlesen, den er noch am Sterbebett diktiert hatte. In diesem Abschiedsbrief richtet er sich direkt an Putin und macht ihn für seinen Tod verantwortlich. Mittlerweile bestätigten die britischen Behörden, dass der Regimekritiker Litwenko mit einer hohen Dosis des radioaktiven Isotops Polonium 210 getötet wurde. Bis zuletzt war den behandelnden Ärzten nicht klar, worauf der körperliche Verfall ihres Patienten zurückzuführen ist.
Scotland Yard hat die Ermittlungen übernommen und die Fahndung nach dem Täter läuft auf Hochtouren. Bisher ist noch nicht bekannt, wer für den hinterhältigen Mord verantwortlich ist. Bisher wurden schon mehrere Wohnungen durchsucht und auch in der Wohnung von Alexander Litwinenko wurde nach Spuren gefahndet, die auf den Täter schließen lassen.
In seinem Abschiedsbrief lässt Litwinenko verlauten, dass Putin, zwar ihn zum schweigen bringen könne, dass aber dennoch Protest aus der Weltbevölkerung laut werden würde und dieser würde Putin verfolgen. Bereits vor dem Tod des ehemaligen Spions ließen seine Freunde und Verwandten verlauten, dass Russland für den Tod Litwinenkos verantwortlich sei. Grund des Mordes sei die scharfe Regimekritik, mit der sich der ehemalige Spion immer wieder zu Wort gemeldet hatte. Weiterhin bedankt sich Alexander Litwinenko in seinem Brief bei der britischen Regierung, dass diese ihn aufgenommen habe. Er sei sehr stolz, ein britischer Staatsbürger zu sein.
Die russische Regierung wies die Anschuldigungen zurück und sprach der Familie von Litwinenko ihr Beileid aus. Weiterhin ließ sie verlauten, sie hoffe, dass die britische Regierung die Situation nicht nutzen würde, um die aufkommenden Skandale anzuheizen. Hierin kann man eine versteckte Drohung der russischen Regierung in Richtung der Briten sehen. Zugleich versicherte Russland, bei Ermittlungen behilflich zu sein, falls dies von der britischen Seite gewünscht werde.
Quellen: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6125248_TYP6_THE_NAV_REF3_BAB,00.html,
http://www.n24.de/politik/article.php?articleId=84912&teaserId=85324