Indien: Über 60 Menschen bei Terroranschlag tödlich verunglückt

Bloged in Nachrichten von admin Mittwoch Februar 21, 2007

Eine Bombenexplosion im „Samjhauta-Express“ auf der Bahnstrecke zwischen Indien und Pakistan hat am Sonntagabend mehr als 60 Menschen in den Tod gerissen. Die indische Regierung geht von einem Terroranschlag aus. Die Ermittlungen nach den Tätern dauern derzeit noch an. Ersten Ermittlungen zufolge waren am späten Sonntagabend zwei Bomben mit Benzinflaschen gezündet worden. Die Sprengstoffe befanden sich versteckt in Gepäckstücken. Durch das Benzin breitete sich das Feuer immer weiter aus, so dass viele Menschen verbrannten.

Innerhalb einiger Minuten wurden zwei komplette Waggons vom Feuer vollständig zerstört. Viele Passagiere konnten sich aufgrund der vergitterten Fenster nicht retten und starben.
Laut Medienberichten sollen später zwei weitere Sprengkörper entdeckt worden sein, die aufgrund eines Konstruktionsfehlers nicht explodiert waren. Zeitzünder lassen darauf schließen, dass die Täter den Sprengstoff im Zug versteckt und sich anschließend in Sicherheit gebracht haben.

Friedensbemühungen gehen weiter

Der „Samjhauta-Express“ („Zug der Verständigung“) gilt als Friedenssymbol zwischen Indien und Pakistan. Auch nach dem Anschlag wollen die Regierungen den Dialog nicht beenden. Am Morgen halfen Inder und Pakistaner gemeinsam bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten. Der Anschlag wurde von beiden Seiten auf das Schärfste kritisiert.
Inder und Pakistaner sind sich einig, dass die Friedensverhandlungen so wichtig sind wie nie zuvor. Ab Dienstag sollen die Friedensgespräche in Neu Delhi weitergehen. Anti-Terror-Maßnahmen sollen dabei ein zentrales Thema des Treffens darstellen.

Sicherheitskontrollen verschärfen?

Nach dem Anschlag wurde wegen der angespannten Sicherheitslage Kritik an den bisher durchgeführten Kontrollen laut. Einige hatten nach den Anschlägen vom Sommer 2006 strengere Überprüfungen erwartet. Daher ist es für viele unverständlich, wie die Attentäter überhaupt in den Zug hatten gelangen können. An öffentlichen Plätzen, Moscheen, Flughäfen und Bahnhöfe wurden die Sicherheitsvorkehrungen am Montag daher stark angezogen. Dennoch achteten die Verantwortlichen darauf, dass sich schnell wieder ein Gefühl der Normalität einstellt und der normale Alltag weitergehen kann. Eines soll dadurch ganz sicher demonstriert werden: Der Terror darf nicht gewinnen.

Quellen:

Heinzle, Christoph: Ermittlungen nach Terroranschlag. Auf: Tageschau online. Unter: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6429666_NAV_REF3,00.html (abgerufen am 19.02.2007).

Buchsteiner, Jochen: Fassungslos Seite an Seite. Auf: FAZ.Net. Unter: http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E773D8454EBF24DAE8D8F397750627606~ATpl~Ecommon~Scontent.html (abgerufen am 19.02.2007).

Gebauer, Matthias: Benzin-Bomben gegen eine fragile Freundschaft. Auf: Spiegel online. Unter: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,467174,00.html (abgerufen am 19.02.2007).

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