Iran hält weiter an umstrittenem Atomprogramm fest
Unter dem Vorwand, sich selbst mit nuklearen Brennstoffen versorgen zu wollen und Kernenergie ausschließlich für zivile Zwecke zu nutzen, hält die iranische Führung trotz weltweiter Proteste an ihrem Atomprogramm fest.
Mit den Worten:„Ich verkünde stolz, dass Iran seit heute zu den Nationen gehört, die in industriellem Maßstab Kernbrennstoff herstellen“, gab die Regierung Irans zu Beginn dieser Woche bekannt, dass in der Atomanlage Natans bereits 3000 Zentrifugen für die Urananreicherung installiert seien.Ziel sei es, nach Aussage des Chefs der iranischen Atomenergiebehörde, Gholam-Resa Aghasadeh, mindestens 50 000 dieser Zentrifugen zu installieren.
Expertenmeinungen gehen davon aus, dass Iran bereits jetzt in der Lage wäre, innerhalb eines Jahres genügend Uran anzureichern, um Atomwaffen bauen zu können.
Somit befindet sich der Iran weiterhin auf einem Konfrontationskurs zum UN-Sicherheitsrat. Dieser forderte eindeutig und mit Nachdruck den sofortigen Stopp aller nuklearen Aktivitäten und übt mit zahlreichen Sanktionen Druck auf den islamischen Staat aus.
Die gegenwärtige Situation wird von Seiten der USA und anderer Staaten mit Sorge beobachtet. So besteht die Befürchtung, dass Iran plant, aus dem Atomwaffensperrvertrag auszusteigen. Dies könnte eine weitere weltweite Krisensituation herbeiführen. Bislang ist Iran zu keinen Verhandlungen im Bereich der Atompolitik bereit. Auch vorgeschlagene Maßnahmen zur Kontrolle des iranischen Atomprogramms durch die Internationale Atomenergiebehörde wurden bisher von der islamischen Regierung Irans unterbunden.
Wenn Iran trotz der weltweiten Proteste an seinem Atomprogramm festhält und nicht bereit ist, einen Beweis für seine friedliche und zivile Nutzung anzutreten, wird dies mit Sicherheit Noch stärkere weltweite Sanktionen zur Folge haben. In einer in London vom britischen Außenministerium abgegebenen Erklärung heißt es: „Die internationale Gemeinschaft steht zusammen, um sicherzustellen, dass Iran nicht die Mittel entwickelt, in den Besitz von Atomwaffen zu kommen“.
Quelle:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6608638,00.html