Israel steht vor einer politischen Krise
Die politische Krise im Irak spitzt sich immer weiter zu. Der israelische Generalstabschef Halutz hat seinen Rücktritt erklärt - exakt 6 Monate nach dem 34-Tage Krieg. Hohe Offiziere haben Halutz vorgeworfen, dass er innerhalb seiner Amtszeit keines der geforderten Ziele erreicht habe. Es waren militärische Ziele gesetzt worden, wovon jedoch keines eingehalten werden konnte. Der Druck lastet nun, nach dem Rücktritt Halutz, auf Ministerpräsident Olmert und dem Verteidigungsminister Perez.
Der Rücktritt Halutz wird in vielen israelischen Zeitungen als “politisches Erdbeben” bezeichnet. Generäle haben positiv reagiert, als der Generalstabschef seinen Rücktritt verkündet hat. Man sagte, dass dieser Schritt längst notwendig und überfällt sei. Sie hatten den Rücktritt Halutz zuvor ausgiebig gefordert.
Unter zahlreichen Offizieren galt Halutz als arrogant und beratungsresistent. Nach seinem Rücktritt ist der Vertrauensverlust innerhalb der Gesellschaft und Bevölkerung dennoch sehr hoch. Viele Menschen fordern der Zeit den Rücktritt von Olmert und Perez. Das Scheitern des Krieges sei nun offiziell, hieß es aus der Opposition. Gegen Ministerpräsident Olmert wurden mittlerweile Ermittlung in Bezug auf Korruption gestartet. Wenn sich der Verdacht erhärtet, und Beweise und Belege gefunden werden können, wird sein Rücktritt die Folge sein.
Die Regierung muss derzeit starke Vorwürfe über sich ergehen lassen, und reagiert geschockt. Das politische Erdbeben scheint sich in den kommenden Tagen und Wochen noch zu verstärken, wenn keine schnelle und vor allem nachhaltige Lösungen gefunden werden kann, die das Land auf lange Sicht schützt und stärkt. Der Rücktritt des umstrittenen Generalstabschef hat jedoch den Gesprächs- und Spekulationsbedarf drastisch erhöht.
Quellen:
Tagesschau.de http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6309460_NAV_REF3,00.html
ZDF.de http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/15/0,3672,4298799,00.html