Puma wird ein fränkischer Franzose
Den Spekulationen folgte die offizielle Bestätigung: Der französische Luxusgüterkonzern PPR übernimmt den Sportartikel- und Modehersteller Puma. Der Konzern erwarb mehr als 25 Prozent der Puma-Aktien. Dies teilte Vorstandschef Zeitz mit und bezeichnete das Übernahmeangebot durch den französischen Konzern als “fair”. Gleichzeitig empfahl er den Aktionären das Angebot von rund 330 Euro pro Aktie anzunehmen, denn er sei überzeugt, dass Puma von der Übernahme nur profitieren werde.
PPR verwies in einer Pressemitteilung auf Pumachef Jochen Zeitz, der an die Aktionäre gerichtet sagte: “Wir glauben fest daran, dass diese freundliche Transaktion im besten Sinne unseres Unternehmens und der angebotene Preis fair gegenüber allen Puma-Aktionären ist.”
Auch Arbeitsplätze sieht Jochen Zeitz nicht in Gefahr und verwies auf die Zusage von PPR, dass Puma seine Eigenständigkeit behalten kann. Das Herzogenauracher Unternehmen hatte 2006 einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro mit 7.700 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern erzielt.
Alle Standorte von Puma und die Firmenzentralen in Herzogenaurach, Hongkong und Boston sollen weiterhin eigenständig bleiben. Die Puma-Aktie steigerte sich nach der Bekanntgabe um fast zehn Prozent. Experten erwarten sogar eine Steigerung auf 400 Euro pro Aktie.
PPR (Pinault-Printemps-Redoute) ist der mächtige Pinault-Clan und deren Chef Francois-Henri Pinault. Er übernahm vor zwei Jahren das PPR-Management. François Pinault, sein Vater, hatte die PPR-Holding gegründet und soll einer der reichsten Männer Frankreichs sein.
Die PPR-Holding steht auf zwei Beinen: einmal im Luxusbereich mit den Marken Gucci und Yves Saint Laurent, aber auch mit einer Elektromarktkette, FNAC, und der Möbelkette Conforama. PPR setzte 2006 etwa 17,9 Milliarden Euro um.
Quellen:
http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_222536
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6607748_TYP6_THE_NAV_REF4_BAB,00.html