Schärfere Internetüberwachung
Das Internet ist immer wichtiger geworden, aber leider wird es auch zu oft Missbraucht. Gerade um dem entgegenzuwirken, soll nun von den Amerikanern und den Deutschen eine Spezialeinrichtung, die so genannte „Task Force“ gebildet werden. Zur Besprechung dieser Einheit, führt der deutsche Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mit seinem amerikanischen Kollegen Michael Cherthoff Gespräche.
Als Grundgedanke der „Task Force“ wird ein besseres Überwachen des Datennetzes gefordert und vor allem soll es dem besseren Datenaustausch zwischen den Amerikanern und den Deutschen dienen. Da die Bedeutung des Internets auch für terroristisches Gedankengut immer mehr an Bedeutung gewinnt, scheinen die geplanten Schritte für unumgänglich. Bei den Gesprächen zwischen den Ländern ist allerdings bisher unklar gewesen, ob es sich eher um Telefon oder Internetdaten handeln solle. Beide Länder erhoffen sich aber durch den schnellen Datenaustausch Vorteile bei Ermittlungen und vor allem einen Beschleunigungsprozess bei Gerichtsverfahren, die solche Daten benötigen. Laut Schäuble sei die Zusammenarbeit mit dem Amerikanern bisher sehr gut, nur gibt es auch grundlegende Unterschiede, wie zum Beispiel die amerikanischen Geheimgefängnisse, die laut deutschem Recht nicht rechtsmäßig wären.
Nicht nur mit den Amerikanern, auch im Rahmen der G-8 Staaten wird über solch eine Datenverknüpfung und einen schnelleren Austausch zwischen den einzelnen Mitgliedern nachgedacht. Schäuble fordert hierbei, dass eine Behörde ins Leben gerufen wird, die sich nur mit Kriminalismus im Internet, besonders aber mit der Terrorverbreitung befasst und dieser nachgeht. Eine internationale Zusammenarbeit ist hierbei unerlässlich.
Wie der Spiegel berichtet, soll die Kontrolle im Internet nach den versuchten Anschlägen auf Regionalzüge in Deutschland verstärkt werden. Dabei sollen Fachleute vor allem Foren über längere Zeiträume überwachen und erkennen, ob sich eine Gefahrenquelle bildet. Weiter weißt der Spiegel allerdings auch darauf hin, dass es nicht unbedingt einen Erfolg haben muss, wenn man das Internet mehr überwacht. Als Argument nennt er hierfür die Anschläge vom 11. September. Probleme stellen hierbei in der Regel die Massen an gespeicherten Daten dar, die natürlich auch noch ausgewertet werden müssen, was viel Zeit beansprucht. Die Gefahr durch´s Internet ist größer als sich viele denken.
Quellen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/78720
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,433126,00.html