Siemens: Ermittlungen aufgrund von Korruption und Untreue

Bloged in Nachrichten von admin Freitag November 24, 2006

In der vergangenen Woche fand eine Großrazzia bei Siemens statt. Hier wurden sämtliche Chefbüros des Konzerns (insbesondere des Verwaltungsgebäude in München) durchsucht. Auch Konzern Chef Klaus Kleinfeld ist von dieser Razzia nicht verschont geblieben. Auch seine Räumlichkeiten im Hause Siemens wurden durchsucht und kontrolliert, dies bestätigte die Staatsanwaltschaft. Grund der Durchsuchung war die Vermutung, dass man wichtige Unterlagen finden können, die die Untreue-Vorwürfe gegen Siemens verschärfen. Zeitlich geht es um das Jahr 2002, in welchem Siemens Geld in Millionenhöhe unterschlagen haben soll. Konzern Chef Kleinfeld habe nichts zu tun mit dieser Affäre. Zu diesem Zeitpunkt leitete er noch den Siemens Konzern in den Vereinigten Staaten. Aus diesem Grund ist er bei den Ermittlungen auch nicht als Beschuldigter, sondern vielmehr als Zeuge anzusehen.

Größere Summen seien auf ausländischen Konten festgelegt, sagte die Staatsanwaltschaft. Dabei geht es nicht mehr nur um die bisher angenommenen 20 Millionen. Man kann davon ausgehen, dass noch viel mehr Geld veruntreut wurde. Diese Angaben sind aber momentan noch nicht bestätigt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, seien auf Konten in der Schweiz zwischen 30 und 35 Millionen Euro aufgetaucht. Einige Indizien sprechen dafür, dass bis zu 100 Millionen veruntreut worden sind.

Unklar ist bisher noch, in wie weit die Spitze des Siemens Konzers an der “Geldwäsche” beteiligt ist. Das genaue Ausmaß ist bislang noch auch  nicht sicher. Sicher ist man sich jedoch seit dem letzten Jahr, dass eine Geldwäsche in der Schweiz stattgefunden hat. Der genaue Umfang soll jedoch von den Ermittlern aufgedeckt werden.

In der letzten Woche kam es dann zu einer sog. Großrazzia. 270 Polizeibeamte waren an diesem Einsatz beteiligt, und durchsuchten das Komplette Siemens Gebäude. Neben dem Standardort in München wurden noch 30 weitere Siemens Konzerne sowohl in Deutschland als auch in Österreich durchsucht. Schmiergeldzahlungen sollen voraussichtlich der Grund dafür sein, weswegen man das Geld auf ausländische Konten überwiesen haben soll. Fünf Personen sind bei dieser Razzia verhaftet worden. Einer der 5 wurde seither  jedoch wieder freigelassen.

Quellen:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6112066_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,4077537,00.html

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