DTM: Frentzen droht der Rauswurf bei Audi
Nach nur einer Saison im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) gehen Audi und Heinz-Harald Frentzen wieder getrennte Wege. Das Unternehmen teilte nun mit, dass der Vertrag mit dem 39 Jahre alten Rennfahrer Frentzen nicht verlängert werde. Nach dem letzten DTM-Lauf auf dem Hockenheimring hatte sich am Sonntag der Ton zwischen dem Rennstall und dem Piloten verschärft. Frentzen hatte scharfe Kritik am Team geäußert hatte und sich in einem Fernsehinterview als benachteiligt dargestellt, nachdem er vier Runden vor dem Ende allerdings nach einer von seinem schwedischen Teamkollegen Mattias Ekström verschuldeten Kollision den Wagen abstellen musste.
Er sei bereits die ganze Saison nicht besonders beliebt im Team gewesen. Danach blieb Frentzen auch der traditionellen Abschlussfeier am Sonntagabend unentschuldigt fern. Versuche Frentzen daraufhin telefonisch zu kontaktieren, blieben erfolglos. Folglich hat Audi Heinz-Harald Frentzen gefeuert. Motorsportchef Wolfgang Ullrich drückte seine Enttäuschung über die Vorwürfe von Frentzen aus und erklärte, dass derartige Beschuldigungen nicht Stil von Audi seien. Außerdem habe Frentzen das gleiche Material wie seine Teamkollegen und die volle Unterstützung der ganzen Audi-Mannschaft gehabt. Bekannt gegeben wurde die Entscheidung nach einer Unterredung zwischen Audi-Motorsportchef Dr. Martin Winterkorn und Frentzen. Frentzen war erst kurz vor Beginn der Saison 2006 von Audi verpflichtet worden.
Insgesamt bestritt er für das Audi Sport Team Abt Sportsline zehn DTM-Rennen. Mit seinen erneuten heftigen Vorwürfen gegen sein Team beim Saisonfinale hat der frühere Formel-1-Pilot Frentzen das Ende seiner Karriere in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) jetzt wohl selbst besiegelt. Noch am Sonntag hatte Motorchef Ullrich mit Frentzen und Ekström über das Missverständnis zwischen den beiden nach dem Abschuss in der Schlussphase gesprochen.
Danach stellte sich Frentzen nur noch einmal zum ARD-Interview, und kündigte Konsequenzen an, ohne jedoch von sich aus direkt seinen Abschied zu erklären. Weiterhin erklärte er, dass es in ihm brodeln würde. Bereits im August diesen Jahres stand der Gladbacher kurz vor dem Rauswurf, nachdem er beim Rennen in Brands Hatch das von seinen Mechanikern nach einem Trainingsunfall über Nacht wieder aufgebaute Auto im Rennen als unfahrbar vorzeitig in der Box abgestellt hatte.
Quellen: http://focus.msn.de/sport/dtm/dtm_nid_38345.html