Millionen Jecken auf den Straßen
Helau und Alaaf - die Narren sind wieder los: In den deutschen Karnevalshochburgen waren am Montag wieder die Rosenmontagszüge unterwegs. Dabei war die Stimmung wieder einmal prächtig, einige Umzugswagen brachen sogar mit Tabus. Besonders in Düsseldorf provozierte der Umzug.
Mehr als 10.000 Teilnehmer in Köln, über 9.000 in Mainz und rund 5.500 in Düsseldorf sorgten bei den größten Umzügen für Unterhaltung.
Besonders in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ging es dabei sehr politisch zu: Auf den Festwagen in Düsseldorf war unter anderem Adolf Hitler mit heruntergelassener Hose zu sehen, der die NPD als stinkende Nachgeburt ausscheidet. Außerdem gab es dort islamistische Kämpfer und eine Figur von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, um deren Hals sich der Bart von Murat Kurnaz als Schlinge legt.
Neben diesen drastischen Botschaften gab es traditionell viel Süßes für die Schaulustigen am Straßenrand. In Köln beispielsweise regneten rund 700.000 Tafeln Schokolade und 300.000 “Strüssjer” (Sträußchen) auf die Männer und Frauen am Straßenrand herab.
Einziger Wermutstropfen war für viele Jecken das Wetter. Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt sorgten bei vielen leicht bekleideten Karnevalisten für Gänsehaut schon vor dem Start der Umzüge.
Neben den drei großen gab es in zahlreichen weiteren Städten kleinere Umzüge. So säumten im westfälischen Münster rund 200.000 Narren die Straßen, im hessischen Fulda bildeten 136 Fußgruppen und 56 Motivwagen den größten Karnevalsumzug Hessens.
Quellen: tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6428798_TYP6_THE_NAV_REF2_BAB,00.html)
sueddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/,tt2m3/panorama/artikel/679/102577/)