USA: Dokumentarkomödie “Borat” zu bissig für Amerika

Bloged in Unterhaltung von admin Freitag Oktober 27, 2006

Borat heißt die Erfindung von Sacha Baron Cohen und von diesem wird er auch dargestellt. Besser bekannt ist Sacha als der schrullige Hip-Hopper Ali G. In England hat Sacha mit seinen urigen Charakteren schon Kultstatus erreicht und dazu sollte auch seine nicht ernstgemeinte Dokumentation beitragen. In dieser scherzhaften Mission muss der junge Kasache namens Borat durch Amerika reisen und trifft dort auf die unterschiedlichsten Menschen. Das dadurch urkomische Situationen entstehen ist selbstverständlich, denn Borat selbst ist ein sehr gewagter Charakter.

Auf seiner Reise quer durch die Vereinigten Staaten trifft Borat auf Rassisten, Sexisten und andere zwielichtige Charaktere und entlarvt deren Schwachsinnskultur. Das all dies nur scherzhaft gemeint ist und Borat provoziert, das ist Teil dieser politisch unkorrekten Dokumentation.

Bei der Premiere erntete der Film keine positiven Reaktionen, weder von den Amerikanern, noch von den Kasachen. Der Film hätte antisemitische, sexistische, rassistische und schwulenfeindliche Züge und wäre dennoch urkomisch, das mache den Reiz des Filmes aus, die ungezügelte Art des Borat auf die Menschen zuzugehen und Völkerverständigung betreiben zu wollen - die völlig ausufert.

Borat als Kultfigur war den Amerikanern bis jetzt kaum ein Begriff. Kultstatus hat Sacha Baron Cohen bisher lediglich in England und da ist es nicht verwunderlich, dass der Humor des Briten bei den Amerikanern zunächst auf Unwillen trifft. Diese fühlen sich angegriffen und das mag auch ein Grund sein, warum der Film zunächst nur in 700 amerikanischen Kinos anlaufen soll, nicht in  2.000 Filmspielhäusern, wie geplant von Twentieth Century Fox. In England und Deutschland hatte der Film in einem Preview allerdings schon großen Anklang bei den Gästen gefunden.

Sacha Baron Cohen aka Borat nahm es gelassen und fuhr in einem abgewrackten Auto zur Filmpremiere. Dort lud er seine Gäste in das nächste Hotel um gemeinsam zu trinken, nackt zu ringen und Hunde zu erschießen. Später wurde die kasachische Nationalhyme angestimmt und spätestens da stellten die Gäste fest: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

 

http://www.cinema.de/news/specials/b/borat?object_id=4577
http://www.faz.net/s/RubF7538E273FAA4006925CC36BB8AFE338/Doc~E6F45815E434D499A8A2F34B5A1AF4061~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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